Ist das Solarium wirklich so schädlich? Vor- und Nachteile des Solariums
Mit dem richtigen Gebrauch des Solariums zu einer gesunden Sommerbräune
Alles was du über einen Besuch im Solarium wissen solltest
Nicht nur der intensive Genuss von Sonneneinstrahlung, auch Besuche im Solarium werden heute mit dem erhöhten Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, in Verbindung gebracht. Wie bei vielen anderen Dingen heißt es jedoch auch bei der UV-Strahlung im Sonnenstudio: die Dosis macht das Gift. Gerade in der bevorstehenden kalten und dunklen Jahreszeit, die bei den meisten Menschen in den westlichen Industrienationen mit einem erheblichen Vitamin-D-Mangel einhergeht, kann der verantwortungsvolle Umgang mit dem Solarium zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich bringen. Voraussetzung dafür ist jedoch, es mit dem Besuch im Sonnenstudio nicht zu übertreiben und ein seriöses Institut auszuwählen, um langfristigen Hautschäden, Pigmentstörungen und vorzeitiger Faltenbildung konsequent vorzubeugen. Im Folgenden wollen wir Dir erklären, was Du im Zusammenhang mit dem Gebrauch eines Solariums beachten solltest und welche Vor- und Nachteile Du durch die Einwirkung des künstlichen UV-Lichtes zu erwarten hast.
Das Solarium – zu Unrecht verteufelt
Es besteht keinerlei Zweifel daran, dass der maßlose Gebrauch eines Solariums ebenso schädlich und gesundheitsgefährdend ist wie das übertriebene Sonnenbad ohne den Gebrauch eines Kosmetikproduktes mit ausreichendem Lichtschutzfaktor. Wenn Du Deine Besuche im Solarium jedoch in vernünftigem Ausmaß genießt, steht Deiner zarten Winterbräune in gesundheitlicher Hinsicht nichts im Wege. Gerade im Herbst, Winter und Frühjahr, wenn die Tage kurz sind und die Sonne nur gelegentlich hinter den Wolken hervorblitzt, leiden viele Menschen an der sogenannten Winterdepression, die durch Lichtmangel verursacht wird und das psychische Wohlbefinden erheblich negativ beeinträchtigt. Einer Winterdepression beugst Du natürlich am wirksamsten vor, indem Du Dich auch bei kaltem Wetter täglich einige Zeit im Freien aufhältst und die schwachen Sonnenstrahlen dabei auf die Gesichtshaut wirken können. Allerdings machen der Berufsalltag und die wenigen Sonnenstunden im Winter dies für viele Menschen unmöglich. Der gelegentliche Besuch eines seriösen Sonnenstudios bietet sich hier als Alternative an und kann bei winterbedingter depressiver Verstimmung eine deutliche Besserung der Gemütslage erwirken. Durch den Lichtmangel in der kalten Jahreszeit leiden viele Menschen zudem an einem chronischen Vitamin-D-Mangel, den Mediziner heute mit vielen unterschiedlichen Erkrankungen in Zusammenhang bringen. Dänische Wissenschaftler überprüften im Zuge einer Studie, inwieweit sich der gelegentliche Besuch eines Solariums auf das Vitamin-D-Reservoir im Blut auswirken kann. Dabei fanden die Mediziner heraus, dass jene Probanden, die sich einmal wöchentlich in einem Solarium bestrahlen ließen, ihren Vitamin-D-Spiegel konstant halten konnten. Zudem kann künstliches UV-Licht die Symptome verschiedener Hautkrankheiten wie Akne, Neurodermitis oder Schuppenflechte deutlich mildern, allerdings solltest Du, wenn Du unter einer solchen Erkrankung leidest, den Gebrauch eines Solariums im Vorfeld mit Deinem Hautarzt unbedingt abklären und Dich von ihm ausführlich beraten lassen.
Der richtige Umgang mit der Sonnenbank
Damit Du strahlungsbedingte Hautschäden und vorzeitige Hautalterung sowie ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs vermeidest, solltest Du beim Gebrauch des Solariums einige Sicherheitsmaßnahmen berücksichtigen. Generell empfehlen Dermatologen, die Besuche im Sonnenstudio auf maximal fünfzig Sitzungen im Jahr und zwei Einheiten pro Woche zu beschränken, damit der Haut zwischen den Bestrahlungen genügend Zeit bleibt, um sich vollständig zu regenerieren. Viele Solarien filtern die UVB-Strahlen gezielt heraus, die neben UVA-Strahlen im Sonnenlicht enthalten sind und die natürliche Schutzfunktion der Hautoberfläche deutlich erhöhen. Achte deshalb darauf, ein Sonnenstudio auszuwählen, das über Geräte mit UVB-Licht verfügt. Dieses ist zudem dafür verantwortlich, dass in der Haut das so wertvolle Vitamin D gebildet wird.
Auch die richtige Vorbereitung auf den Besuch im Solarium trägt wesentlich dazu bei, dass Deine Haut durch die Bestrahlung keinen Schaden nimmt. Besonders wichtig ist, vor der Sitzung sämtliche Spuren von Kosmetikprodukten, ob Körperlotion, Gesichtscreme, Make-up oder Lippenstift gründlich zu entfernen, denn diese können durch bestimmte chemische Inhaltsstoffe mit den UV-Strahlen reagieren und die Entstehung von Pigmentstörungen begünstigen. Dies gilt auch für verschiedene Medikamente, die die Photosensibilität der Haut erhöhen und daher ebenfalls zu Pigmentstörungen führen können. Solltest Du Arzneistoffe, egal ob chemische oder natürliche Medikamente einnehmen, konsultiere zur Sicherheit im Vorfeld Deinen behandelnden Arzt.
Auch wenn Sonnenschutzmittel die Haut vor dem Einwirken aggressiver Strahlung bewahren, ist deren Gebrauch im Solarium nicht zu empfehlen, denn er verzögert den Bräunungseffekt und verleitet dazu, zu viele Sitzungen in Anspruch zu nehmen. Nach der Bestrahlung hingegen solltest Du Deine Haut mit hochwertiger Pflege verwöhnen, um ihre natürliche Regeneration zu unterstützen und sie vor Austrocknung und Fältchenbildung zu schützen. Statt einer Körperlotion mit chemischen Inhaltsstoffen empfiehlt sich ein natürliches Produkt wie etwa hochwertiges Kokos- oder Jojobaöl in Bioqualität, das tief in die Haut eindringt und die Zellen nach der Einwirkung der UV-Strahlen mit wichtigen Vitaminen und Nährstoffen versorgt.
Gesetzliche Bestimmungen für Sonnenstudios
Genauso wichtig wie die richtige Vorbereitung ist auch die Auswahl eines seriösen Institutes, das fachkundiges Personal beschäftigt und moderne Geräte zur Verfügung stellt. Halte Abstand von Sonnenstudios, die mit Münzautomaten funktionieren oder über Sonnenbänke verfügen, die nicht mit den gesetzlich vorgeschriebenen EU-Sicherheitsbestimmungen gekennzeichnet sind. Du erkennst ein vertrauenswürdiges Institut schon daran, dass Du als Neukunde eine ausführliche Informationsbroschüre erhältst, die Dich über alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen aufklärt. Die Mitarbeiter seriöser Sonnenstudios verweigern, wie es das Gesetz vorschreibt, Minderjährigen den Zugang, klären Dich über den richtigen Umgang auf, bieten Dir eine umfassende Beratung zu deinem Hauttyp und dem damit verbundenen Umfang der Sitzungen und händigen Dir unaufgefordert eine Spezialbrille aus, die Deine Augen vor Strahlungsschäden und folgenschweren Verbrennungen zuverlässig schützt.
Sanfte Alternativen zum Solarium im Trend
Um auch im Winter eine zarte Sommerbräune zu zeigen, musst Du nicht unbedingt regelmäßig ins Solarium gehen. Die Kosmetikindustrie bietet sanfte Möglichkeiten an, um Deiner Haut einen attraktiven Bronzeton zu verleihen, ohne dass UVA-Strahlung zum Einsatz kommt. Der Klassiker unter diesen Produkten ist der sogenannte Selbstbräuner, der in Form von Lotionen, Gels und Sprays erhältlich ist. Allerdings musst Du im Umgang mit solchen Produkten geübt sein, um kein fleckiges oder unregelmäßiges Ergebnis zu erzielen. Eine seit einigen Jahren unter internationalen Trendsetterinnen äußerst populäre Alternative zum Solarium ist die Methode des sogenannten Spray Tannings, das von seriösen Kosmetikinstituten angeboten wird und einen makellosen Sommerteint am ganzen Körper ermöglicht. Die Mitarbeiterin des Kosmetikinstitutes wird in Absprache mit Dir den perfekten Ton auswählen, der einen im Vergleich zu herkömmlichen Bräunungsprodukten wesentlich natürlicheren Effekt ergibt und dadurch ein glaubwürdiges Aussehen ermöglicht. Die Behandlung dauert nur wenige Minuten und Du kannst Dich bis zu zwei Wochen danach mit Deiner zarten und in keiner Weise schädlichen Sonnenbräune richtig sehen lassen.
Mehr über die Alternative Spray Tanning findest du hier
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