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Fashiontrends Herbst 2014

Mode für den Herbst

Sehr wahrscheinlich habt ihr es auf euren letzten Shopping-Touren selber schon gesehen: Im Herbst und Winter 2014/15 erwartet uns sehr individuelle Mode. Die Trends dafür wurden Anfang des Jahres auf den internationalen Fashion Weeks in New York, London, Paris, Berlin und Mailand vorgegeben - auch die großen Modeketten haben sie inzwischen umgesetzt. Je nach dem, was ihr euch wünscht, wird euer Fashion-Herbst opulent oder puristisch, leuchtend bunt oder urban-cool, leger-individualistisch oder Retro. Die neue Mode für den Herbst überzeugt durch tolle Styles und ihre Vielfalt.

 

Herbst 2014: Kein einzelner großer Trend, sondern Individualität und Style!

Wer die Prêt-à-porter-Schauen der Fashion Weeks verfolgt hat, weiß: Im Hebst 2014 geht es nicht um einen großen Trend, sondern um zahlreiche individuelle Styles, die überzeugten Fashionistas unendlich viele Auswahlmöglichkeiten bieten. In der "Elle" schrieb der Schweizer Stil-Profi Jeroen van Roijen kürzlich, dass das Diktat des Laufstegs verschwunden ist und auch nicht wiederkommen wird. Die großen Designerinnen und Designer erzählen mit ihren Kollektionen in sich abgeschlossene und meist sehr individualistische Geschichten. Was wir daraus machen, für welchen Style wir uns entscheiden, bleibt uns völlig selber überlassen. In den Worten von van Roijen: Die neue Mode entsteht vor allem auf der Straße und im Internet - die wichtigste Währung, die dabei zählt, ist Individualität. Wir verschmelzen unsere alltäglichen und medialen Erfahrungen, unsere Persönlichkeit und unsere Präferenzen in einem sehr persönlichen und ebenso "zeitgenössischen" Style. Am Ende geht es natürlich doch wieder um Trends - aber eben um solche, die tatsächlich zu uns passen. Auf einige wichtige Zutaten dafür werdet ihr im kommenden Herbst und Winter natürlich trotzdem immer wieder treffen. Dabei geht es beispielsweise um ...

Intensive Farben und Pastell

Die Grenzen zwischen den Jahreszeiten zerfließen, zumindest, wenn es um die Farben geht und auch nicht erst seit diesem Herbst - intensive Farben sind schon längst kein reines Sommerthema mehr. Trendfarben in diesem Herbst und Winter sind Variationen von Rot, Königsblau und Grün - letzteres auch gern in kühlen Facetten von Türkis. Auch knallige Farbkombinationen sind in diesem Herbst absolut up-to-date. Beispielsweise schickte Chanel seine Models in schwarzen Hosen, Parkas in strahlendem Orange und bunten Print-Tuniken auf den Catwalk, Dior oder der belgische Designer Dries van Noten kombinierten in ihren Kollektionen Giftgün und Sonnengelb zu Pink. Die schon seit längerem beliebten Colorblockings haben sich auch in diesem Herbst gehalten, präsentieren sich aber deutlich weniger Retro als in früheren Saisons. Falls ihr eher dezente Farben mögt, habt ihr zwei weitere Color-Trends zur Auswahl: Sehr angesagt sind Pastelltöne, mit einem rauchigen, eher kühlen Rosa ganz oben auf der Skala - gesehen unter anderem bei Marc Jacobs, Chloé oder den deutschen Labels Kaviar Gauche und Lala Berlin. Schwarz, Weiß und Kombinationen aus beidem bleiben auch im Herbst 2014 ein Fashion-Dauerbrenner - auf der Berliner Fashion Week präsentierten beispielsweise Dorothee Schumacher und Dawid Tomaszewski tolle "dunkle" Kollektionen.

Retro-Looks und viele, viele Stiefel

Retro-Looks sind aus der jeweils aktuellen Mode schon seit Jahren nicht mehr wegzudenken. Nach einigen saisonalen Reminiszenzen an die 1950er und 1970er Jahre machen in diesem Herbst die 1960er Jahre sehr eindeutig das Rennen. Herausgekommen sind dabei zum Teil sehr feminine, zum Teil recht rebellische Fashion-Linien. Viele Labels - beispielsweise Marc Jacobs, Michael Kors oder Tommy Hilfiger - kombinieren den 1960er-Jahre-Look mit wärmendem, herbstlich-winterlichem Strick. Zusammen mit der Retro-Mode erleben auch schicke Stiefel ein Revival - so viel Vielfalt wie im Herbst 2014 gab es dabei schon seit langem nicht. Ein Klassiker sind kniehohe High-Heel-Stiefel mit relativ schmalem Absatz - farblich auf das Outfit abgestimmt, in Metallic-Tönen oder auch mit opulenten Musterungen. Auch Overknees mit oder ohne Schnürung sind zu vielen Outfits in, zumal in diesem Herbst bei einigen Designern, etwa Donatella Versace, der Minirock zurückgekommen ist - wir werden sehen, ob er sich auch im Alltag durchsetzt. Daneben gibt es klassische Reitstiefel mit schmalem Schaft und flachem Absatz oder schicke Ankle Boots. Eine gute Nachricht für alle, die mit hohen Absätzen im Alltag nicht wirklich glücklich sind: Flache Schuhe, Stiefel und sogar bequeme Sneakers sind in diesem Herbst und Winter ausdrücklich auch zu Röcken angesagt.

Weite Hosen, androgyne Styles und XXL-Pullover

Ganz groß im Kommen sind im Herbst 2014 weite Hosen aus wärmenden Stoffen und mit fließenden Silhouetten. Sie strecken die Figur, sorgen für einen schönen Gang und verleihen ihren Trägerinnen einen androgynen Touch. Falls ihr wirklich modemutig seid, entscheidet ihr euch vielleicht für ein Modell mit Gummizug am Knöchel. Die farbliche Opulenz vieler anderer Styles tritt bei den neuen Hosen für den Herbst allerdings weit zurück, am eindrucksvollsten wirken sie in Basic-Farben. Wichtig ist, dass sie wirklich bodenlang sind - knöchellang ist mit Ausnahme der gerafften Variante mega-out! - und ihr das richtige Schuhwerk dazu tragt. Große, schlanke Frauen sind mit flachen, eher robusten Schuhen - beispielsweise Sneakers oder Budapestern - gut beraten, ansonsten sind die neuen Pumps mit nicht zu hohem Blockabsatz eine exzellente Wahl. Im Trend liegen dazu Oberteile, die den androgynen Look weiter unterstreichen: Dicke, hüftlange XXL-Pullover (die übrigens auch zu langen oder kurzen Röcken passen), locker fallende und überschulterbreite Boyfriend-Blazer oder lange Shirts mit kastenförmiger Silhouette, die sich hervorragend zu weich fließenden, ebenfalls oversized geschnittenen Jacken oder Mänteln kombinieren lassen. Sehr schick wirken die weiten Hosen auch zu Oberteilen mit betonter Taille. Der kolumbische Designer Haider Ackermann präsentierte in Paris dafür eine sehr spannende und originelle Variante: Unter streng geschnittenen kragenlosen Kurzblazern mit Gürteln wird ein etwas längeres Hemd getragen.

Outdoor-Styles für die City - mit Anoraks und Parkas

Outdoor-Styles sind längst auch in die City-Mode eingezogen. Sportswear - der Jahreszeit angemessen vor allem in Verbindung mit wärmenden Anoraks und Parkas - gibt es in Basic- aber auch in sehr edlen Varianten. Stella McCartneys Thema sind dabei beispielsweise kurze Bomberjacken über langen Shirts zu hautengen Steghosen und Sneakers, Marni zeigte taillierte Daunenmäntel zu Oversized-Hosen aus dem gleichen Material. In Berlin bewies unter anderem Michael Michalsky einmal mehr, dass er sich mit urbanen Styles und Streetwear - und kalkulierten Stilbrüchen zwischen Straße und mondäner City - bestens auskennt. Auch Denimwear, Camouflage und - allerdings stark veredelte - Punk Styles liegen nach wie vor im Trend.

Entspannte Crossover-Mode zwischen Office und Yoga

Im Alltag werden sich die aktuellen Trends für Herbst und Winter sehr wahrscheinlich zu einer entspannten Crossover-Mode vermischen. Trend-Scout van Roijen spricht in diesem Zusammenhang von einem manifesten Trend zu "strict & easy" und einem neuen "Work-Life-Balance-Look", in dem sich Business-Women und Yoga-Ladys begegnen, der ebenso modern wie entspannt und komfortabel ist. Van Roijens Bild dafür ist eine modebewusste Frau, die zu einem Boyfriend-Blazer eine edle Jogginghose trägt und ihr Outfit durch einen übergroßen Cashmere-Schal komplettiert hat. Natürlich haben auch Ethno-Styles und clevere Basics in der Alltagsmode ihren Platz.

Falls ihr jetzt danach fragt, wo man die neue Mode für Herbst und Winter 2014/15 shoppen kann: Fast überall. Begebt euch einfach auf die Suche nach dem Style, der am besten zu euch passt - und betrachtet eure Shopping-Tour als ein spannendes Spiel mit euren Modepräferenzen. Zum Abschluss noch ein Tipp - unabhängig davon, ob ihr dort auch shoppen oder euch vor allem orientieren wollt: Das aktuelle Lookbook von Zara Women bringt die Trends und Styles für diesen Herbst im Spektrum von "Office" bis "Sportswear" recht eindrucksvoll auf den Punkt.

 

Bildquelle: © Kaponia Aliaksei / shutterstock.com

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