Haarausfall im Winter - was man dagegen tun kann
- Erstellt am Montag, 11. November 2013 11:21

Was sich auf Anhieb erst einmal wie ein schlechter Witz der menschlichen Biologie anhört, ist leider Realität. Genau in der Jahreszeit, in der es uns oft fröstelt, gehen uns die Haare aus, die vor dem Auskühlen schützen. Vor allem Frauen können ihr Leid klagen, wenn die herbstlichen Haarbüschel im Waschbecken größer werden und der Kamm nach jeder Nutzung wieder "scharf" gemacht werden muss.
Ab Herbst wird's haarig
Eine ganze Anzahl von Gründen summieren sich zum Haarausfall im Winter, der uns bei jedem Kämmen an fallendes Herbstlaub erinnert. Da ist die Verknappung des Sonnenlichts, die unsere Haare so notwendig brauchen wie unser Gemüt. In Folge dessen sind die Funktionen unseres Körpers schnell versucht, Leistungen wie den Stoffwechsel oder die Hormonausschüttung insgesamt ein wenig zu drosseln.
Der Mangel an Licht lässt auch den Inhalt manchen Einkaufskorbs kleiner werden, da doch viele sommerliche Früchte und Gemüse verknappt angeboten werden und häufig nur zu Mondpreisen angeboten werden. Schnell versorgen wir uns nicht mit allen Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen, die den Haarausfall im Winter stoppen. Als ob das noch nicht genug wäre, müssen unsere Haare in diesen angespannten Versorgungszeiten auch noch Temperaturstürze, knochentrockene Heizungsluft und depressive Verstimmungen über sich ergehen lassen.
Vom Tisch ins Haar

Die besonders von besorgten Eltern gern bemühte Aussage, das nur eine ausgewogene Ernährung gesund hält, gilt bei Haarausfall im Winter ganz besonders. Frische Gemüse und Obststücke enthalten die Vitamine der Gruppe B, die auch mittels Vollkornprodukten unseren Haarerhalt unterstützen. Mineralstoffe wie Eisen nehmen wir mit Fleisch zu uns und wenn das auf unserem Speiseplan fehlt, sollten wir gezielt Präparate zu uns nehmen. Aber Achtung, unser Körper verarbeitet sie nur direkt und kann sie nicht speichern.
Als kleines Wundermittel gegen Haarausfall im Winter propagieren manche die Kieselerde, ein Mix aus mehreren Mineralstoffen. Generell gilt, dass wir unsere Ernährung mit der im Sommer vergleichen und spätestens beim beginnenden Haarausfall im Winter angleichen sollten. Wenn wir unschlüssig sind, kann ein Blutbild des Hausarztes helfen, Minderversorgungen zu erkennen. Nicht übersehen sollten wir außerdem die indirekten Wirkungen mancher Ernährungsgewohnheiten. Während die frische Weinschorle im Sommer angenehm prickelt, kann der regelmäßig zum Aufwärmen getrunkene Grog die Aufnahmefähigkeit unseres Körpers beeinträchtigen.
Glückliches Gemüt garantiert gutes Haar

So trübe das Wetter im Winter oft ist, so gemütsverdunkelnd ist der Haarausfall im Winter. Erste und wichtigste Regel ist auf jeden Fall, jedem erreichbaren Sonnenstrahl hinterher zu jagen, und sei es nur für Minuten. Jeder Quadratzentimeter Haut, der Sonnenlicht empfängt, kurbelt die Vitamin D-Produktion an, ein zentrales Fütterungsmittel für unsere Haare. Es kann auch bei akutem Mangel extra eingenommen werden, sollte aber vorher mit dem Haut- oder Hausarzt besprochen werden.
Die winterliche Dunkelheit frustriert nicht nur unser Haut und Haar, auch unser Gemüt leidet. Träge warten wir auf Besserung und bewegungslos betrachten wir Kamm, Bürste oder Spiegelbild. Dabei ist die psychische Wirkung auf körperliche Vorgänge hinlänglich nachgewiesen und jeder Anflug eines Winterschlafs der Seele Öl auf die Mühlen von Haarausfall im Winter. Frei nach dem Motto, dass nur glückliche Menschen glückliches Haar besitzen, sollten wir uns bewegen, für Abwechslung sorgen, süße Glücklichmacher in schokoladiger oder ähnlicher Form bemühen und den Rest auf unsere Abstammung als Höhlenmenschen schieben, die neben aus dem Winterschlaf erwachten Bären auch schon mit Fellwechsel zu kämpfen hatten.
Feuchte und frische Luft ist Balsam
Als ob die inneren Vorgänge nicht schon reichen würden, den Haarausfall im Winter zu unterstützen, gesellen sich erheblich herausfordernde äußere Einflüsse hinzu. Trockene Luft im beheizten Zimmer setzt unsere Haare einem Sprödigkeitstest aus, den sie nur verlieren können. Gönnen Sie sich, Ihren Schleimhäuten und Ihren Haaren regelmäßig frisch eingelüftete Luft und wenn es draußen zu kalt ist, befeuchten Sie die Raumluft künstlich. Vermeiden Sie Temperaturstürze, die auf Ihre Haare einwirken mit Kopfbedeckungen, die sie zu Gunsten der späteren Frischluftzufuhr beim Spaziergang nur langsam lüften.
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