Eyeliner, Kajal & Co.
- Geschrieben am Montag, 03 Oktober 2011 15:16

So, du dachtest, dass du mit deinem Eyeliner modisch auf dem letzten Stand bist? Das würde stimmen, gäbe es Kajal, Kohl & Co. nicht schon seit der Antike. Eyeliner in verschiedenen Formen ist eine der ältesten Kosmetika überhaupt und wird bis heute in Afrika, dem Nahen Osten und Asien zur Färbung der Augenlider und Wimpern benutzt (und natürlich im Westen, aus praktischen Fläschchen!).
Wenn wir im Drogeriemarkt nach „Kohl Kajal“ suchen, benutzen wir zwei Wörter, die genau das gleiche meinen: Kohl (oder kuhl) kommt aus dem Arabischen und Kajal ist Hindu. Früher wurde einfach Bleisulfid mit anderen Zutaten vermischt, was bei moderner Kosmetik nicht mehr erlaubt ist, denn das Blei vergiftet ganz langsam das Blut.
Über die Kontinente verteilt, haben Frauen sich Eyeliner selbst zubereitet und – je nach Region und Mode – angewendet. Dabei waren die Eyeliner nicht nur schwarz, sondern es gab sie z. B. auch in Grün. Achte mal bei den ägyptischen Wandmalereien auf die Augen, da kann man manchmal deutlich sehen, wie die Menschen sich geschminkt haben (die haben sich jedenfalls kaum zurückgehalten und ordentlich dick aufgetragen).
In anderen Gegenden haben Mütter ihren Babies die Augen mit Eyeliner umrandet. Nicht, damit sie besonders schick aussahen, sondern damit böse Geister und der böse Blick abgewendet würden. Überhaupt schien Kohl ein gutes Mittel gegen schlechte Einflüsse zu sein.
In 2010 haben Wissenschaftler sogar festgestellt, dass das kräftige Make-up der alten Ägypter einen positiven Einfluss auf deren Immunsystem gehabt haben könnte.
Bei uns spielen diese Überlegungen keine Rolle mehr, aber Eyeliner ist nach wie vor ein beliebter Bestandteil der täglichen Make-up-Routine vieler Frauen in aller Welt.






















