Johnny Depp ist eigentlich sehr scheu
- Geschrieben am Donnerstag, 09 Februar 2012 14:36
Johnny Depp ist öffentlichkeitsscheu und würde mehr Berühmtheit nicht ertragen
- Johnny Depp: mehr Berühmtheit wäre unerträglich
- Auf die richtige Balance kommt es an
Der Hollywoodstar Johnny Depp könnte noch mehr Berühmtheit nicht ertragen, sagte er dem Sender Tele 5. Es käme auf die richtige Balance an. Stress habe er auch genug: "Auf der anderen Seite könnte ich das Nichtstun niemals aushalten. Ich habe das Bedürfnis, kreativ zu sein. Auf einer einsamen Insel würde ich wahrscheinlich Figuren aus Palmblättern basteln."
Der Schauspieler ist zwar noch immer relativ öffentlichkeitsscheu, hatte darunter aber noch mehr zu Beginn seiner Karriere zu leiden: "Mein erstes Mal in Cannes werde ich nie vergessen", erzählt er, "ich habe mich panisch im Hotelzimmer eingesperrt. Immer wenn ich kurz die Tür geöffnet habe, waren da Hunderte von Papparazzi am Ende des Ganges. Ich habe das gesamte Festival auf circa 15 Quadratmetern verbracht. Das war meine erste Erfahrung mit diesem Wahnsinn und es fühlte sich an, als wäre ich auf einem fremden Planeten gelandet."
Freundschaften sind Johnny Depp wichtig und dort kommt es ihm vor allem auf Rückhalt an: "Loyalität ist das Allerwichtigste. Eine Myriade Prozent Loyalität. Ich hatte immer wieder Glück mit meinen Freundschaften. Männer alter Schulte wie Marlon Brando oder Keith Richards haben mir viel über Großzügigkeit und Loyalität beigebracht."
In der Wahl seiner Filmrollen ist er ganz bewusst eigenwillig. So erzählte er dem Sender, wie er bei der Auwahl vorgeht: "Nach `21 Jump Street` habe ich mir geschworen, mir selbst treu zu bleiben und nur das zu machen, was sich richtig anfühlt. Ich habe einiges abgesagt, obwohl das Geld mich schon gelockt hätte. Aber ich wollte nicht austauschbar oder wie jeder andere werden. Und es hat geklappt, ich bin noch hier, so viele Jahre später." Zusammen mit seiner Schwester besitzt Depp auch eine Produktionsfirma. Er beklagte sich darüber, dass Hollywood einen Film nach dem anderen produziert, ohne wirklich etwas Neues zu schöpfen. Mit seiner Firma versuche er, andere Wege zu gehen: "Wir versuchen gegen den Strom zu schwimmen und Filme zu realisieren, die sonst keine Chance hätten."
Jedenfalls hat der 49-Jährige viele Zukunftspläne. Einer davon ist allerdings gescheitert: er wollte in Frankreich Wein anbauen; das hat leider nicht geklappt: "Es ist ein schwieriger Prozess, man muss sich Schritt für Schritt mit der Regierung rumquälen und das fand ich viel zu nervtötend. Aber in Bordeaux gibt es ja zum Glück genug guten Wein", sagte er.
Foto: Johnny Depp, Andy Templeton, Lizenz: dts-news.de/cc-by
















